[In eigener Sache] Medienfrühstück 2.0, Zwischenbilanz und Eigenwerbung

Am gestrigen Donnerstag hat der Fachschaftsrat Journalistik der Uni Hamburg sein zweites Medienfrühstück [1] veranstaltet. Zum Thema Social Media für Journalismus und in der Kommunikation saßen die freie Journalistin Carolin Neumann, die Social Media-Beraterin Julia Seeliger und der Social Media-Redakteur der FTD Björn Maatz mit rund 15 Studierenden zusammen. Genau das Thema dieses Blogs eigentlich – man hätte als Stenograf die über zwei Stunden andauernde Gesprächsrunde mitschreiben und alle Statements in drei Blogbeiträgen veröffentlichen können. Diese Möglichkeit wurde zwar nicht wahrgenommen, dafür gab es aber neue Anregungen, auch im Hinblick auf potenzielle Interviewpartner [2].

Das Gespräch über den Umgang mit Social Media, Shitstorms und die Trennung von Privatem und Beruflichem im Web 2.0 war spannend. Nicht nur, weil mich das Thema persönlich und im Bezug auf das Blog interessiert, sondern weil es noch immer aktuell ist und bleiben wird. Auch 2012 beschäftigen sich Journalisten noch mit der Frage „Muss ich jetzt oder muss ich nicht?“ – Dazu hier noch mal der Verweis auf den Artikel von Stefan Plöchinger, den Carolin Neumann an diesem Vormittag mindestens zweimal zitiert hat:

„Muss in Zukunft jeder Journalist twittern? Nein, nicht jeder.
Muss jeder wissen, wie man Twitter liest? Ja, jeder.
Muss jeder bloggen? Nein, nicht jeder.
Muss jeder verstehen, wie Blogs funktionieren? Ja, jeder.“

Mein Fazit des morgendlichen Gesprächs war, dass niemand gezwungen werden kann, Social Media zu nutzen, aber sich jeder den Möglichkeiten erstens nicht verschließen und zweitens sich bestenfalls diese zunutze machen sollte. Egal welche und wie viel. Essentiell ist, so die Meinung am runden Tisch, diese sozialen Medien erst dann zu nutzen, wenn man etwas zu sagen hat: Qualität vor Quantität oder Twittern nicht um des Twitterns Willen. Und wenn nicht, dann ist eben ein, zwei Tage Ruhe. Danke, meine Rede!

Eine Sache, die mir noch in Erinnerung geblieben ist, war die Aufforderung von Carolin Neumann doch weiterzumachen. „Bleibt digital!“ rief sie am Ende noch in die Runde. Das werde ich beherzigen. Heute ist der letzte Tag des Blogprojekts (von der Uni Hamburg) und ich muss nicht mehr bloggen, ich will aber – wie viele von meinen bloggenden Kommilitonen – weitermachen. Ein paar Interviewideen gibt es schon und die Social Media Week in Hamburg ist nun auch nicht mehr weit.

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[1] Das „Medienfrühstück“ wurde bereits mehr als zweimal veranstaltet, allerdings liegen diese zeitlich etwas weiter zurück. Für den aktuell gewählten Fachschaftsrat (April 2011 bis April 2012), zu dem ich selbst zähle, ist es erst das zweite (neu belebte) „Medienfrühstück“.

[2] Ein Interview mit Carolin Neumann war schon länger geplant und sollte auch an dieser Stelle erscheinen. Wir mussten es leider verschieben und holen es in zwei Wochen nach.

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